Welches Training optimiert Deine Blutwerte?

Hat man durch die sportliche Aktivität Einfluss auf die Blutwerte? Zweifelsohne, besonders durch Langstreckenwettkämpfe ergeben sich teilweise erhebliche Verschiebungen, die an einen krankhaften Zustand erinnern. Aber keine Angst, bei Einhalten der danach notwendigen Regenerationsphasen normalisieren sich die Werte schnell wieder. Wir wollen den Fokus unserer Ausführungen aber auf den Trainingsalltag lenken. Auffallend ist, dass Sportler und sportlich aktive Menschen (also bewegungsfreudige ohne Wettkampfambitionen) es durchaus schaffen können, durch regelmäßige Bewegung Blutwerte zu erreichen, die dem Hausarzt einen neidischen Gesichtsausdruck abverlangen. Die Blutfette sind niedrig, das „gute“ Cholesterin ist hoch, Nieren- und Leberfunktionswerte sind perfekt und das Blutbild weist mit dünnflüssigem Blut darauf hin, dass die sportliche Aktivität wertvollen Spuren hinterlassen hat. 

Wie schafft man es nun, sein Blut sportspezifisch durch das Training zu optimieren, so dass alle, die mit den Werten etwas anfangen können, vor Neid erblassen? 

Zentraler Faktor, um solche Anpassungen zu erreichen, ist wie so oft die richtige Dosierung des „Medikaments Sport“. Hier geht es vor allem um die richtigen Pulswerte. Das Training sollte schwerpunktmäßig im tiefen Grundlagenausdauerbereich stattfinden, also im sogenannten GA1-Bereich. Verlässlich bestimmen kann diesen Bereich weder eine Pulsformel noch ein Pulsmesser (z.B. über die Herzfrequenzvariabilität), sondern ausschließlich eine Stoffwechsel- und Leistungsdiagnose. Denn nur hier kann der Stoffwechsel in der Muskulatur durch Messverfahren wie der Laktatbestimmung und der Atemgasanalyse punktgenau bestimmt und somit die Trainingsbereiche exakt festgelegt werden. Gleichzeitig liefern die Daten aus dem sportmedizinischen Check-up im Vergleich zu den Aktivitäten einen guten Parameter, ob Aufwand und Ertrag in einem sinnvollen Verhältnis stehen; d.h. man kann sehen, ob neben der richtigen Intensität auch der Umfang der sportlichen Aktivität (= Länge der Trainingseinheiten, Häufigkeit des Trainings) richtig und dem aktuellen Fitnessstand angemessen gewählt wurde. 

Sport: Weniger ist mehr

Liegt ein Missverhältnis vor, so ist es dringend an der Zeit, etwas zu verändern, um Probleme zu vermeiden. Häufig ist das Fazit „weniger ist mehr“: Die meisten der betroffenen Probanden erreichen durch weniger, dafür aber gezielten Einsatz sportlicher Aktivitäten eine bessere Performance.

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